Jacqueline Kennedy

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Jacqueline Lee Bouvier Kennedy Onassis
(1929-1994)
a/k/a Jackie O.,Jackie Onassis, Jacqueline Bouvier,Mrs. John F. Kennedy
Jacqueline Lee Bouvier, auch bekannt als "Jackie" wurde am 28. Juli 1929 in Southampton, N.Y., als Tochter von John Vernon Bouvier III, der wegen seiner dunklen Hautfärbung auch Black Jack genannt wurde und seiner Frau Janet Lee geboren. Am 22. Dezember 1929 wurde sie in der St. Ignatius Loyola Church in New York City getauft. Ihre Kindheit verbrachte Jackie in kultureller Umgebung, hauptsächlich in New York City, East Hampton, Long Island und Virginia. Sie zeigte großes Talent als Reiterin und gewann eine Menge Preise mit ihrer Stute Danseuse, einem Geschenk ihres Vaters. Im September 1937 trennten sich Jackies Eltern. Janet, ihre Mutter, reichte die Scheidung von Black Jack ein, die am 22.Juli 1940, sechs Tage vor Jackies elftem Geburtstag, vollzogen wurde. Janet heiratete Hugh D. Auchincloss im Juni 1942 und nahm ihre beiden Töchter mit in sein Haus "Merrywood" in Washington. Im Sommer hielten sich die Kinder im Landhaus in Newport, Rhode Island auf. Mr. Auchincloss brachte drei weitere Kinder mit in die Ehe und Jackie bekam eine Halbschwester, Janet Jennings. Ihre Schulzeit verbrachte Jacqueline in den besten Privatschulen, zum Beispiel in "Miss Chapin's School", "Miss Porter's School" in Farmington, Connetticut und "The Sorbonne School". Sie schrieb illustrierte Gedichte und Kurzgeschichten und studierte Ballett. Jackie wechselte später zur Vassar School und lernte dort von 1947 bis zum Frühling 1949. Im Jahr 1947/48 wurde sie zur Debütantin des Jahres gewählt, doch ihr sozialer Erfolg hielt sie nicht davon ab, ihre schulische Laufbahn fortzusetzen. Nachdem sie ein Jahr an der Universität in Paris verbracht hatte, beendete Jacqueline 1951 auf der George Washington Universität mit Bravour ihr Studium. Als freie Fotografin für den Washington Times Herald lernte sie den damaligen Senator von Massachusetts, John Fitzgerald Kennedy, kennen. Ihr Verlöbnis mit John Husted brach sie ab, um eine Beziehung mit Kennedy zu führen. Diese verlief langsam und beide versuchten, sie im privaten Rahmen zu halten, doch Ihre Heirat in St. Marys Church in Newport, Rhode Island am 12. September 1953 wurde zu einer Hochzeit, die überall in den Vereinigten Staaten aufmerksam werden ließ, denn Jackie hatte in eine der einflussreichsten Familien Amerikas eingeheiratet: Den Clan der Kennedys. Außerdem zählte John F. Kennedy zu Amerikas bekanntesten Politikern, die Ehe war also ebenfalls ein guter politischer Schachzug, eingeleitet von Johns Vater Joe Kennedy. Mit 900 Gästen wurde gefeiert, Jackies Mutter sorgte jedoch dafür, dass ihr leiblicher Vater, der dem Alkohol verfallen war, nicht auf der Hochzeit erschien, worüber Jackie sehr empört war. Als Mrs. John Kennedy musste sich Jackie auf die Situation einstellen, permanent im Rampenlicht zu stehen, was ihr privat sehr missfiel, obwohl sie früher selber Journalistin gewesen war. Während der nächsten fünf Jahre wurde Mrs. Kennedy fünf mal schwanger doch drei der fünf Kinder überlebten nur wenige Wochen. Als J.F.K. sich 1960 entschied als Kandidat für die Präsidentenwahl anzutreten, bemerkten seine Kollegen in Politischen kreisen, dass Jacqueline den Wählern zu aristokratisch und hochtrabend erscheinen könnte und der Kandidatur schaden könne, doch sie hatten sich geirrt: das Volk war sogar über Amerika hinaus interessiert an einer jungen, hübschen und intelligenten First Lady und so verfolgte die Welt Jackies Privatleben ebenso aufmerksam wie J.F.Ks Präsidentschaft und das Aufwachsen ihrer Kinder. Ihr erstes Kind, die Tochter Caroline Bouvier, brachte Jackie am 23. August 1956 zur Welt, was ein wahrer Segen war, da sie sich so seelisch besser von der vorherigen Fehlgeburt erholen konnte und endlich nicht mehr dem Druck ausgeliefert war, die einzige im Kennedy-Clan zu sein, die ihrem Mann ein Jahr nach der Heirat noch kein Kind geboren hatte. Während der Präsidentenwahl, für die J.F.K. kandidierte und eifrig Stimmen sammelte, gebar Jackie am 25. November 1960 ihren Sohn John F. Kennedy Junior. Jackie versuchte den Medien beizubringen, sich von ihren Kindern fernzuhalten und hielt sie bewusst aus dem Rampenlicht, in dem sie und ihr Mann oft genug standen. Ihrer Meinung nach sollten sie eine völlig normale Kindheit erleben, wovon J.F.Kennedy allerdings nicht ganz überzeugt war, schließlich liebte er seine Kinder ebenfalls und zeigte sie gerne auf Fotos in Zeitungen und Fernsehen. Besonders kann man dies an dem Beispiel sehen, dass J.F.K. direkt nach Jackies Abreisen (denn sie reiste auch während der Ehe viel ohne "Jack") die Kinder rufen ließ und einen Fotografen holte. Dann wurden "endlich mal wieder nette Bilder von den Kindern" gemacht. Während der Amtszeit ihres Mannes war Jackie die jüngste First Lady seit Frances Cleveland. Als First Lady war sie das Statussymbol für Schönheit, Intelligenz und kultivierten Geschmack. Sie und John waren das erste Präsidentenpaar, das seit einem halben Jahrhundert wieder Kinder ins Weiße Haus brachte. Jacqueline betrieb Studien über die Geschichte des Weißen Hauses, um es wieder mit historischen Kunstgegenständen auszustatten und machte es zu einem Museum amerikanischer Geschichte und dekorativer Kunst, ebenso wie zu einer eleganten und angenehmen Residenz für die Familie. 1962 gab sie die erste im Fernsehen ausgestrahlte Tour durch das historisch hergerichtete Weiße Haus. Außerdem unterstütze sie ihr Leben lang den Erhalt historischer Gebäude und half, eine kulturelle Einrichtung zu planen, die später nach Ihrem Mann zum "John F. Kennedy Center der Bildenden Künste" ernannt wurde. Ihre Aufgabe war es in erster Linie "den Präsidenten zu schützen" und sie sagte "Gewalt gegen Kinder lässt sich durch nichts wieder ausgleichen, was auch immer man gutes tut." Am 7. August 1963 kam ihr zweiter Sohn, Patrick Bouvier Kennedy zur Welt der allerdings 2 Tage nach der Geburt starb, was Jacqueline und natürlich auch ihrem Mann sehr zu schaffen machte. John F. Kennedy war von Jackies Fähigkeit, Menschen für sich einzunehmen hin und weg, und nutze sie für seine politischen Ambitionen, wann immer er konnte. Durch ihre brillianten Sprachkenntnisse und ihren unwiderstehlichen Charme war sie auch im Ausland sehr bekannt und beliebt. Viele Menschen glauben, dass J.F.K.s Präsidentschaft allein durch ihren Charme und ihr Talent, Menschen für sich einzunehmen errungen werden konnte. Nach einigen Dinner-Parties, die Jackie im Weißen Haus gegeben hatte war sie zu Washingtons bekanntester Gastgeberin geworden. Sie verwandelte traditionelle Staatsessen in elegante aber informative Abende mit guter Unterhaltung. Die Liste der Gäste erstreckte sich von jungen Künstlern über Schriftsteller, Musiker, bis hin zu Politikern und sonstiger Prominenz. Mit ihrem jugendlichen "Jackie-Look" prägte sie den Stil einer ganzen Generation, sie nahm die Modewelt für sich ein, besonders ihre Vorliebe für Pillbox-Hüte und Perlen fand unter dem einfachen Volk schnell Anklang. Jede Frau in Amerika wollte aussehen wie sie und ihr Modegeschmack wurde schnell nationaler Standard. Jackie wurde zur Königin der Herzen, lange bevor Diana geboren wurde und nicht nur Amerika, die ganze Welt sah zu ihr auf und zollte ihr Respekt. Privat stritten die Kennedys wegen Jacquelines großzügigen Ausgaben, die oft das Budget überschritten und Johns vielen Affären, unter denen Jackie stark litt, doch nach außen wahrten sie das Bild der glücklichen Familie, vor allem in Zeiten, in denen sie sich auf die Wiederwahl vorbereiten mussten. Johns Vater Joe hielt Jackie durch begleichen der hohen Rechnungen dazu an, trotz der vielen Affären und anderen Komplikationen bei Jack zu bleiben. Am 22. November 1963 fuhren Jackie und der Präsident in einem offenen Wagen in einer Prozession durch Dallas, Texas, als ein Anschlag auf Kennedy verübt wurde. Die Bilder der hübschen Frau, deren Kleider vom Blut ihres Mannes getränkt waren, nachdem er von drei Kugeln getroffen worden war, werden vielen für immer im Gedächtnis bleiben. Nach dem Mord an ihrem Mann, zeigte Jackie eine Charakterstärke, die ihr die vollkommene Bewunderung und viele Beileidsbekundungen des Volkes einbrachte, vor allem da sie in solch kurzem Abstand ein Kind und einen Mann verloren hatte. Sie flog mit seinem Sarg nach Washington D.C. und organisierte die Beerdigung des Präsidenten mit viel Ruhe und Stärke, was ihre Popularität noch steigerte. Außerdem unterstütze sie nach dem tragischen Tod ihres Mannes seinen Bruder Bob Kennedy, nie hatte sie sich dermaßen für Jack engagiert wie sie sich für Bob einsetzte, doch auch er wurde auf einer Rede vor einer großen Menge Opfer eines Attentates. Nach dem Tod der liebsten Männer an ihrer Seite zog Jackie mit den Kindern nach New York. Am 20. Oktober 1968 heiratete die verwitwete Mrs. Kennedy den griechischen Reeder Aristoteles Onassis, der 23 Jahre älter war als sie und ihr mit seinem Vermögen eine finanzielle Sicherheit geben konnte. Im März 1975 verstarb auch er und Jacqueline zog sich wieder nach New York zurück. Bis zu ihrem Tod am 19. Mai 1994 arbeitete sie als Lektorin für den Verlag "Doubleday" in New York City und veröffentlichte selber einige Bücher in limitierter Auflage. Seit dem Tod ihres ersten Mannes J.F.K. schien es als gestatte die Welt ihr und den Kindern kein Privatleben mehr, ständig war sie umringt von Kameras und in allem was sie tat zog sie die Blicke des Volkes auf sich. 1994 wurde bekannt gegeben, dass die ehemalige First Lady an Krebs erkrankt war und mit einer Chemotherapie behandelt werden musste. Unglücklicher Weise war der Krebs bösartig und Jackie überlebte ihn nicht. Jacqueline Bouvier Kennedy Onassis, Symbol einer Generation, starb zuhause in ihrem geliebten New York, umgeben von ihrer Familie und ihren Freunden. Auf ihrer Beerdigung (sie wurde neben dem Präsidenten auf dem "Arlington National Cemetery" in Washington begraben) beschrieb ihr Sohn drei ihrer Eigenschaften, "die Liebe zur Sprache, den heimischen Banden und ihre Abenteuerlust".



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